{"id":6157,"date":"2018-11-05T13:01:14","date_gmt":"2018-11-05T13:01:14","guid":{"rendered":"http:\/\/med-user.net\/~phalangst\/?p=6157"},"modified":"2019-04-08T13:58:27","modified_gmt":"2019-04-08T13:58:27","slug":"skug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/phal.angst.band\/index.php\/2018\/11\/05\/skug\/","title":{"rendered":"SKUG"},"content":{"rendered":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"ppwxMqFfTy\"><p><a href=\"https:\/\/skug.at\/soundtrack-fuer-dystopische-stimmungslagen\/\">Soundtrack f\u00fcr dystopische Stimmungslagen<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" src=\"https:\/\/skug.at\/soundtrack-fuer-dystopische-stimmungslagen\/embed\/#?secret=ppwxMqFfTy\" data-secret=\"ppwxMqFfTy\" width=\"500\" height=\"282\" title=\"&#8222;Soundtrack f\u00fcr dystopische Stimmungslagen&#8220; &#8212; skug\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<h2>Soundtrack f\u00fcr dystopische Stimmungslagen<\/h2>\n<p><b>skug hat die Wiener Band Phal:Angst in ihrem Proberaum in der Arena besucht, um \u00fcber ihren neuen Release \u00bbPhase IV\u00ab zu plaudern. Um den Ausdruck eher negativer Stimmungslagen soll es bei dem Wiener Projekt gehen. Die Band erkl\u00e4rt sich selbst und gibt Einblick ins Bandgef\u00fcge.<\/b><\/p>\n<p>Mit \u00bbPhase IV\u00ab ist das neue Album des Experimental-Musikprojekts Phal:Angst erschienen. Phal:Angst sind Philipp (ph, vox\/harp\/xylophone), Alfred (al, bass), Julia (:, bass) und Dion (angst, guitar\/vox). skug redete mit drei von vier Bandmitgliedern (al, :, angst) dar\u00fcber, was negative Stimmungslagen sind, wie wichtig Atmosph\u00e4re ist und \u00fcber Remixe im Single-Format.<\/p>\n<p>skug: Vielen Dank erstmal f\u00fcr dieses Interview. Euer viertes Album habt ihr am 29. September im Rhiz pr\u00e4sentiert. Es hei\u00dft \u00bbPhase IV\u00ab \u2013 nach \u00bbBlack Country\u00ab \u2013 da hab\u2019 ich mir zuerst gedacht, ok, ihr habt da jetzt einfach nummeriert, aber Julia hat mir schon gesagt, das hat<b>\u00a0<\/b>einen Hintergrund.<b><br \/>\n<\/b>angst: Ja, das geht auf einen Science-Fiction-Film Ende der 1960er zur\u00fcck, ich glaub ein amerikanischer oder ein britischer, ich wei\u00df das gerade nicht sicher. \u00bbPhase IV\u00ab, wo die Ameisen die Weltherrschaft \u00fcbernehmen. Kurz zusammengefasst ein gro\u00dfartiges, teilweise ein bisschen trashiges Machwerk, aber ja, da wir gerne Science-Fiction-Filme schauen \u2013 das kann man glaub ich \u00fcber alle in der Band sagen \u2013 hat uns der Film einfach sehr inspiriert. Jetzt vielleicht nicht, dass wir Songs zu dem Film gemacht h\u00e4tten, aber der Titel hat einfach gepasst.<\/p>\n<p>Also keine Vertonung oder dass sich ein Track speziell den Themen des Filmes widmen w\u00fcrde?<b><br \/>\n<\/b>angst: Nein.<\/p>\n<p>Also einfach nur als Referenz \u00e0 la wir finden den Film cool?<b><br \/>\n<\/b>angst: Genau.<br \/>\nal: Wir haben auch ziemlich lange nach einem Titel gesucht und das war eher ein m\u00fchsamer Prozess. Wir sind ewig auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen und nachdem es das vierte Album ist, ist uns das einmal eingefallen \u2026 und dann war da gleich die Referenz zum Film und das haben wir dann eigentlich alle auf Anhieb cool gefunden und \u2026<br \/>\nangst: \u2026 das Problem war gel\u00f6st.<\/p>\n<p>Ok, warum geht\u2019s dann bei Phal:Angst? Oder eben: Phal:Angst in der \u00bbPhase IV\u00ab?<b><br \/>\n<\/b>al: Inhaltlich?<\/p>\n<p>Genau. Ihr macht ja eigentlich Instrumentalmusik, aber es gibt doch viel Inhalt, nicht? Also viel an Samples? Oder anders gefragt: Was ist der Ausdruck?<b><br \/>\n<\/b>angst: Also man muss jetzt jedenfalls unterscheiden zwischen einem Inhalt, der quasi philosophischer Natur w\u00e4re \u2013 den kann man bei uns lange suchen \u2013 und einem, wo es eher um Gef\u00fchle und Stimmungen geht \u2013 das ist es bei uns. Samples und Gesang sind bei uns mehr als weiteres Instrument zu sehen, glaub ich. Sie vermitteln Stimmungen. Ich m\u00f6chte jetzt nicht hergehen und dem Ganzen einen tieferen philosophischen Inhalt verpassen, dass man sagt, dieser Song dreht sich schon um etwas, aber wir haben kein Pamphlet, dem wir jetzt da irgendwie Ausdruck verleihen wollen.<br \/>\nal: Und die Texte haben nat\u00fcrlich Worte zum Inhalt und ebenso die Samples, aber es ist immer eine Atmosph\u00e4re bei uns der Punkt und das muss jetzt inhaltlich \u2013 z. B. Samples und Texte \u2013 auch nicht hundertprozentig zusammenpassen, dass das einen stimmigen Inhalt ergibt, sondern es muss die Stimmung f\u00fcr uns passen und Titel oder auch Texte haben meist irgendeine Gef\u00fchlslage oder eine Stimmung prim\u00e4r zum Inhalt und das versuchen wir eher sound-\u00e4sthetisch und atmosph\u00e4risch zu kreieren.<\/p>\n<p>Dann werf\u2019 ich jetzt so ein Stichwort in die Runde zur Stimmungslage und w\u00fcrd\u2019 sagen: beklemmend.<b><br \/>\n<\/b>al: Auf alle F\u00e4lle auch passend. Tendenziell ist die Atmosph\u00e4re d\u00fcster, dystopisch verwenden wir ganz gerne, womit wir wieder den Science-Fiction-Hint h\u00e4tten. Also es geht halt dann viel um Entfremdung, Frustration, Einsamkeit, Beklemmung, also eher negative Stimmungslagen.<\/p>\n<p>Auch wenn ich es jetzt so sage: Als Konzerterlebnis ist das ein Stimmungs- oder Gef\u00fchlserlebnis und die Visuals<b>\u00a0<\/b>untermalen das dann noch.<b><br \/>\n<\/b>al: Ja, das ist dann ein weiteres Element, das das verst\u00e4rken soll.<\/p>\n<p>Ja, fern von einer Popband, nicht?<b><br \/>\n<\/b>angst: Ja, ich glaub poppig sind wir mittlerweile schon, also uns wurde schon \u00f6fter gesagt, dass wir schon teilweise poppige Einfl\u00fcsse h\u00e4tten, aber ich finde Pop per se muss ja nicht immer nur gl\u00fccklich sein. Also, da geht\u02bcs glaub ich mehr um vielleicht \u00bbleichter erfassbar\u00ab. Das ist dann f\u00fcr mich eher das poppige Element, weil wir haben Teile, die f\u00fcr ungeschulte H\u00f6rer*innen dann leichter zu ertragen sind als fr\u00fcher.<br \/>\nal: Also, wenn man Pop herleitet vom Wort popul\u00e4r, dann sind wir wohl nicht Pop. Daf\u00fcr ist die Musik viel zu schwer und ungreifbar und z\u00e4h und langsam und lang, aber wir sind im Gro\u00dfen und Ganzen durchaus sehr harmonisch und wohlklingend, w\u00fcrd\u02bc ich meinen. In diesem Sinne ist es jetzt nicht so abwegig, poppige Elemente bei uns aufzusp\u00fcren oder sie so zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Ich glaub,<b>\u00a0<\/b>auf dem<b>\u00a0<\/b>neuen Album auch ein bisschen<b>\u00a0<\/b>wavigere Kl\u00e4nge und Disco-Einfl\u00fcsse geh\u00f6rt zu haben.<b><br \/>\n<\/b>angst: Ist m\u00f6glich \u2026 Also man kann glaub ich insgesamt sagen, dass sich unsere Musik von Song zu Song sehr entwickelt, und gerade was meinen Elektronik-Part anbelangt, kipp\u02bc ich schon immer mehr in den Synthie-Bereich, wo\u02bcs wohlklingender ist, weg vom Ambient-Zeug oder von den eher brachialen Sachen, die ich fr\u00fcher gemacht habe. Aber ich k\u00f6nnt\u2019s jetzt nicht an einem speziellen Musikstil festmachen, weil ich jetzt auch nicht so Gewohnheiten hab, an denen man es aufh\u00e4ngen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Oder so ganz allgemein gesagt kommt \u00bbPhase IV\u00ab um einiges verspielter r\u00fcber als \u00bbBlack Country\u00ab.<b><br \/>\n<\/b>angst: Das kann man sicher sagen.<\/p>\n<p>\u00bbBlack Country\u00ab ist sehr straight in seinen Songstrukturen im Vergleich zu \u00bbPhase IV\u00ab.<b><br \/>\n<\/b>angst: Mag sein \u2026 (lacht)<br \/>\nal: H\u00e4tte ich mir jetzt gar nicht so gedacht \u2026 Ich mein\u02bc, das Wavigere, das du vielleicht auszumachen meinst \u2013 also einerseits find ich auch, dass von dir verst\u00e4rkt etwas griffigere Dinge im Lauf der Zeit gekommen sind \u2013 das ist vielleicht auch ein bisschen der Einfluss von der Julia, unserem Neuzugang, die ja so mehr aus der Post-Punk-\/Wave-\/Gothic-Ecke kommt.<br \/>\n: Ich glaub das h\u00e4ngt eher mit der langen Produktionszeit zusammen. Ich wei\u00df nicht, wie lange habt ihr an \u00bbBlack Country\u00ab gearbeitet?<br \/>\nal: Noch l\u00e4nger \u2026 (allgemeines Lachen)<\/p>\n<p>Phal:Angst \u00a9 Joanna Pianka<\/p>\n<p>Das ist also jetzt das erste Album mit dir als neuer Bassistin?<b><br \/>\n<\/b>: Ja.<br \/>\nangst: Wobei teilweise die Songs schon existiert haben, als die Julia eingestiegen ist.<br \/>\n: Ich hab\u2019 das Gef\u00fchl \u2026 also ich wei\u00df nicht, wie es vorher bei \u00bbBlack Country\u00ab war, aber ich mein\u02bc, wir haben sehr viel Zeit gehabt zum Verfeinern. Zum noch ein bisschen Ausarbeiten.<br \/>\nangst: Noch eine Spur dazu, ja. M\u00f6glicherweise liegt\u02bcs auch daran, kann schon sein. Wobei, in der Schaffung der Songs ist mir schon aufgefallen, dass halt einfach sich in meinem Kopf irgendwie noch mehrere Schichten aufgetan haben, die ich belegen kann mit irgendwelchen tollen Synthie-Spuren. Und dass es vielleicht darum auch verspielter ist. Weil sich jetzt auch mehr im h\u00f6heren Frequenzbereich tut, wo ich fr\u00fcher vielleicht ein wenig minderbemittelt war in meinem musikalischen Denken.<br \/>\nal: Grunds\u00e4tzlich, glaub ich, kann man schon hoffen, dass wir immer ein bisschen besser und gefinkelter werden.<\/p>\n<p>Vielleicht noch ein paar Worte zur Produktion von \u00bbPhase IV\u00ab?<b><br \/>\n<\/b>al: Das Album wurde von Alex Vatagin aufgenommen, der auch zum ersten Mal mitproduziert hat. Also das haben wir zum ersten Mal gemacht, dass wir auch wen Externen quasi mitreden lassen bei unseren Songs. Was uns glaub ich auch gutgetan hat. So manchen Input haben wir da aufgenommen und das hat schon zur Entschlackung unserer Musik und zur Streckung unserer Musik beigetragen. Das war auch gut. Und Mastern haben wir es in New York von Alex Psaroudakis lassen, der uns eben auch vom Alex Vatagin vermittelt wurde.<\/p>\n<p>Bei \u00bbBlack Country\u00ab\u00a0gab es ein Remix-Album, jetzt habt ihr nur zwei Tracks remixen lassen. Aber ihr seid glaub ich nicht ganz unstolz auf die Urheber dieser Remixe.<b><br \/>\n<\/b>angst: Das kann man so sagen. Also, beim \u00bbBlack Country\u00ab Remix-Album waren haupts\u00e4chlich durchwegs befreundete K\u00fcnstler*innen von uns beteiligt, wo wir halt auch einen pers\u00f6nlichen Konnex haben, und wir hatten dann eben die Idee, ein ganzes Album zu machen, was ja doch auch recht \u00fcppig ist. Darauf haben wir diesmal verzichtet, weil wir\u2019s eben schon einmal gehabt haben, und haben jetzt zwei wichtige Musiker, die uns alle auch ein bisschen gepr\u00e4gt haben, eingeladen, etwas zu machen. Was dann eben auch sehr gut funktioniert hat.<br \/>\nal: Also es ist Will Brooks von D\u00e4lek, der D\u00fcster-Ambient-HipHop-Formation, die uns immer schon ur taugen und die sicher auch ihre Spuren bei uns hinterlassen haben. Und der zweite Remix ist von Justin Broadrick von Jesu und Godflesh und Techno Animal und ganz am Anfang auch Napalm Death. Also Napalm Death Einfl\u00fcsse wird man bei uns nicht finden, aber Jesu, Godflesh und Techno Animal sind sicher auch wichtige Bands f\u00fcr Phal:Angst. Also, schon super, einflussgebende K\u00fcnstler, musikalische Helden von uns, f\u00fcr Remixes f\u00fcr unser Album zu gewinnen.<\/p>\n<p>Und wie ist es dazu gekommen?<b><br \/>\n<\/b>al: Der Will Brooks ist ein guter Freund von einem Freund von uns aus Wien, der auch bei unserem Remix-Album damals als Bastard Sun einen Remix gemacht hat. Und der hat uns die Rutsche gelegt und den haben wir dann angeschrieben und das hat gleich gepasst. Und zum Justin Broadrick gibt\u02bcs \u00fcberhaupt keinen pers\u00f6nlichen Konnex. Den haben wir einfach angeschrieben und haben scheinbar einen gl\u00fccklichen Moment erwischt, wo er offen war, und er hat auch innerhalb k\u00fcrzester Zeit zur\u00fcckgeschrieben und gesagt: Taugt mir, mache ich gern, super.<\/p>\n<p>Pusht das so ein bisschen eure Erwartungshaltung an das Album?<b><br \/>\n<\/b>al: Naja, sicher eine sch\u00f6ne Zusatzsache, \u00fcber die man jetzt nat\u00fcrlich berichten kann. Ich denk\u2019, das kann schon die Aufmerksamkeit erh\u00f6hen.<br \/>\nangst: Und die Remix-Tracks sind halt auch noch in einer L\u00e4nge, die im Radio spielbar ist. Weil ja unsere Songs doch relativ lange sind und die Remix-Tracks gehen sich diesbez\u00fcglich grad noch aus. Das ist noch ein Vorteil.<\/p>\n<p>Ihr seid ja auch mittlerweile schon flei\u00dfig am Touren, oder?<b><br \/>\n<\/b>angst: Ja, immer eher kurze Ausfl\u00fcge. Mini-Tours sag ich jetzt einmal dazu, aber das ist nat\u00fcrlich auch wichtig. Also einerseits f\u00fcrs Bandgef\u00fcge und andererseits, wenn man ein neues Album hat, dann ist es umso wichtiger, dass man unterwegs ist.<br \/>\nal: Aber so viel Touren wie im \u00fcblichen Bandsinn tun wir noch immer nicht, weil wir alle Jobs und Family haben, also das geht sich nicht wirklich aus. Es ist auch vor allem der Julia zu verdanken, die das mal wieder ein bisschen in die Hand genommen hat. Es ist ja auch extrem viel Arbeit und dauert ewig, etwas aufzustellen, f\u00fcr halt doch eine unbekannte Band wie uns. Oder auch soundm\u00e4\u00dfig schwierige Band wie uns. Und die Julia hat sich da voll reingehauen und f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse spielen wir jetzt ganz sch\u00f6n viel, ja.<br \/>\n: Ja, wobei noch die alten Connections, die fruchten ja auch, also Sachen, die wir da jetzt in Ybbsitz spielen oder Linz oder so.<br \/>\nal: Na eh, aber \u2026<br \/>\nangst: Es ist auf jeden Fall breiter geworden. Jetzt auch durch deinen Input und Kontakte, dass man einfach ein gr\u00f6\u00dferes Feld abdecken kann, und das schl\u00e4gt sich dann halt in der Anzahl der Konzerte nieder.<br \/>\n: Also ich w\u00fcrd\u02bc sagen, was dazu gekommen ist, soweit ich das beurteilen kann, ist einmal die Grufti-Szene und sicher auch die Kunstszene. Also das ist sicher verst\u00e4rkt gewesen, aber das habt\u02bcs ihr fr\u00fcher auch schon gemacht, in gewisser Weise.<br \/>\nangst: Wir haben\u02bcs versucht \u2026 es fruchtet halt jetzt.<br \/>\nal: Wir haben schon unsere Jahre gehabt, wo wir echt nur vielleicht drei- oder viermal gespielt haben oder so. Und mit deinem Energie-Input sind wir jetzt schon auf zehn plus oder so, zumindest im Jahr.<br \/>\n: Ja, also heuer haben wir schon in Br\u00fcnn, Dresden, Subotica, Novi Sad und zwei Gigs in Ungarn, Miskolc und Debrecen, gespielt. Und auch, das ist ja mittlerweile nett, wenn man Anfragen kriegt und nicht nur den Leuten hinterherrennen muss oder wenn Leute tats\u00e4chlich sagen: Hey, wollt ihr bei mir spielen? Das hat sich eben ergeben in Bratislava mit Insect Ark, auch eine sehr feine Band, und tags darauf im Kramladen mit Berufskleidung.<\/p>\n<p>Mit welcher Band w\u00fcrdet ihr am liebsten spielen oder auf Mini-Tour gehen?<b><br \/>\n<\/b>al: Also z. B. Jesu w\u00e4re sehr passend.<br \/>\n: Buried at Sea f\u00e4nd\u2019 ich geil, kennt halt keine Sau. Godspeed You! Black Emperor f\u00e4nd\u2019 ich geil.<br \/>\nal: Also Bands, die wir halt lieben und die halt bekannter sind als wir.<br \/>\n: Wo dann halt auch Leute kommen.<br \/>\nal: Oder Earth.<br \/>\n: Mehr als die \u00fcblichen 200, die normalerweise kommen.<\/p>\n<p>Ist euch noch etwas wichtig zum Thema Phal:Angst?<b><br \/>\n<\/b>al: Naja, vielleicht das mit dem Namen, weil das wird ja gerne missverstanden oder kurios ausgelegt, wobei man das jetzt niemandem \u00fcbel nehmen kann, weil es sich ja etwas aufdr\u00e4ngt. Es hat weder mit der milit\u00e4rischen Phalanx noch mit dem m\u00e4nnlichen Phallus zu tun, sondern ist einfach eine Abk\u00fcrzung unserer Synonyme: Also ph steht f\u00fcr Philipp, unseren S\u00e4nger und Metallophon-Spieler. al bin ich, Alfred, Gitarre. Doppelpunkt ist die Julia am Bass, in Form eines Teils des Bassschl\u00fcssels. Und Angst ist der Dion, abgeleitet von seinem Soloprojekt Angst. Und so ist die Band ja auch entstanden vor inzwischen zw\u00f6lf Jahren. Es hat Phal gegeben, das waren der Philipp und ich als Industrial-Punk-Duo, und der Dion war halt als Angst mit seinem Ambient-Soloprojekt unterwegs und wir sind eben schon lange befreundet und haben uns aus Anlass einer Veranstaltung zusammengetan f\u00fcr ein spezielles Konzert, was auch so halb improvisiert war, und daraus ist die Band dann entwachsen und den Namen haben wir ganz pragmatisch in der Zusammenf\u00fchrung der bestehenden Teile gestaltet.<\/p>\n<p>Find ich fast schon schade, weil ich hab\u2019 das immer als Kastrationsangst gelesen und mir gedacht:<b>\u00a0<\/b>Toll, eine Band, die sich das in den Namen geschrieben hat.<b><br \/>\n<\/b>: Ja, es inspiriert alle m\u00f6glichen Leute zu allen m\u00f6glichen merkw\u00fcrdigen, sehr abgefahrenen Interpretationen.<\/p>\n<p>Was war die abgefahrenste, mit der ihr konfrontiert worden seid?<b><br \/>\n<\/b>: Das jetzt mit der Kastrationsangst ist ein guter Kandidat, find ich.<br \/>\nangst: Phal:Angst Europa, und Falange, also die spanischen Faschisten (altgriechischph\u00e1lanx, deutsch etwa Schlachtreihe; hatten kein einziges Mandat bei Wahlen der Zweiten Spanischen Republik, Aufstieg unter General Franco, Anm.) und diese phalanx europa (aktuelles rechtsradikales Netzwerk Anm.), das hab ich dann schon auch recht kurios gefunden. Und im Allgemeinen ist es ja lustig, weil auf unserer Homepage das relativ prominent eigentlich steht, wie der Name entstanden ist. Also ich glaub im ersten oder im zweiten Absatz wird das schon gekl\u00e4rt. Also jeder, den\u02bcs interessiert, kann das ja auch nachlesen.<\/p>\n<p>Na, ich wollte meine Interpretation ja nicht korrigiert haben.<b><br \/>\n<\/b>al: Letztens war das in dem \u00bbTrust\u00ab-Review, wo die das von phal f\u00fcr Fallen und Angst interpretiert haben und mit quasi bem\u00fcht origineller Schreibweise, statt F mit Ph und auch bem\u00fcht d\u00fcster, Fallen, Angst gedacht haben. Was nat\u00fcrlich nicht unsere Intention ist, weil das ja schon etwas pathetisch \u2026<br \/>\n: Und Pathos liegt uns fern \u2026<br \/>\nal: Naja \u2026<br \/>\nangst: Der darf in der Musik zuhause sein.<\/p>\n<p>Und der Doppelpunkt, der Bass, das Scharnier?<b><br \/>\n<\/b>angst: Ja, Scharnier trifft\u02bcs recht gut. Es war halt: Ganz am Anfang haben wir sogar Phal vs. Angst auf der ersten Ank\u00fcndigung draufgehabt und das haben wir dann aber bl\u00f6d gefunden.<br \/>\nal: Irgendwann dazwischen haben wir\u02bcs dann auch mit Slash dazwischen gehabt und der Doppelpunkt ist einfach schicker. Und es hat sich jetzt super ergeben, dass sich das mit dem Bassschl\u00fcssel ausgeht. Aber darauf hat uns erst die Julia gebracht, das wussten wir Nichtmusiker ja gar nicht, dass es Teil des Bassschl\u00fcssels ist. Und somit perfekt.<\/p>\n<p>Hat sich der Bass reinreklamiert?<b><br \/>\n<\/b>: Ja, ich hab\u2019 mich reinreklamiert, ich wollte einen Platz in diesem Bandnamen haben.<br \/>\nal: Das ist auch gut so.<br \/>\n: Weil irgendwann war das so: Ok, die sind alle drin und der Doppelpunkt war frei und ich hab bei Bassenger, meinem Soloprojekt, auch diesen Doppelpunkt. Also ich hab\u2019 die Teekanne mit dem Henkel und der ist dann ja gleichzeitig der Bassschl\u00fcssel.<br \/>\nal: Unser alter Bassist, der Kevin, h\u00e4tte schon ein paarmal angeregt, seinen Bandnamen rein zu reklamieren. Da w\u00e4re der Vorschlag aber AngstPhalKev gewesen. Ah, da hat er sich nicht durchgesetzt.<\/p>\n<p>Ist auch so die bessere L\u00f6sung. So kann man\u02bcs immer noch so falsch verstehen wie ich.<b><br \/>\n<\/b>al: Ist ok.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Soundtrack f\u00fcr dystopische Stimmungslagen &#8211;\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><b>skug hat die Wiener Band Phal:Angst in ihrem Proberaum in der Arena besucht, um \u00fcber ihren neuen Release \u00bbPhase IV\u00ab zu plaudern. Um den Ausdruck eher negativer Stimmungslagen soll es bei dem Wiener Projekt gehen. 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