{"id":6176,"date":"2018-09-24T13:16:34","date_gmt":"2018-09-24T13:16:34","guid":{"rendered":"http:\/\/med-user.net\/~phalangst\/?p=6176"},"modified":"2019-04-08T13:57:26","modified_gmt":"2019-04-08T13:57:26","slug":"stormbringer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/phal.angst.band\/index.php\/2018\/09\/24\/stormbringer\/","title":{"rendered":"Stormbringer"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.stormbringer.at\/reviews\/14657\/phalangst-phase-iv.html?fbclid=IwAR3CGrzy_kyrDKl5b-x5Rcug3FMFX3RZQRZufHdFMPDuRNzgLXNaXx-a4Dg\">https:\/\/www.stormbringer.at\/reviews\/14657\/phalangst-phase-iv.html?fbclid=IwAR3CGrzy_kyrDKl5b-x5Rcug3FMFX3RZQRZufHdFMPDuRNzgLXNaXx-a4Dg<\/a><\/p>\n<p>PHAL:ANGST sind nach dem \u00e4u\u00dferst gut aufgenommenem &#8220;Black Country&#8221; zur\u00fcck mit ihrem vierten Album, praktischerweise &#8220;Phase IV&#8221; betitelt.<\/p>\n<h3>&#8220;Industrial \/ EBM \/ Synth-Wave Freunde verwirrt die analoge Gitarre, Post-Rock Anh\u00e4nger suchen das Schlagzeug.&#8221;<\/h3>\n<p>Ich bin der festen \u00dcberzeugung, dass PHAL:ANGST sich bei weitem nicht so sehr zwischen diverse St\u00fchle setzen, wie sie es meinen. Die Band, jetzt neu mit DJ LADY M \/ THE BASSENGER am Bass, zaubert wieder Soundlandschaften hervor, wie es in \u00d6sterreich kaum jemand zu erschaffen imstande ist. Nat\u00fcrlich gibt es Einfl\u00fcsse, der Metaller in mir h\u00f6rt immer wieder &#8220;Space Dye Vest&#8221; (grenzgeniale Ballade von DREAM THEATER, Anm. d. Lekt.) , der Kondensatorbastler m\u00f6glicherweise alten Dark Wave, der Post-Rocker die nicht ganz so deftigen Vertreter des Genres.<\/p>\n<p>Die Band bezeichnet die Grundstimmung ihrer Soundscapes\/Soundepen als tendenziell dystopisch und melancholisch. Bisweilen scheint dann aber doch die Sonne, wobei man anf\u00fcgen muss, dass hier kein Fr\u00fchjahrssturm den Nebel und die Finsternis des Winterhalbjahres verbl\u00e4st, sondern allerh\u00f6chstens kurze Momente des Durchatmens offeriert werden. Als ob man ertr\u00e4nke, aber doch immer wieder kurz die Wasseroberfl\u00e4che durchbricht und Luft holen kann.<\/p>\n<p>Fatalismus? Klar. Introspektion und Kontemplation? Unbedingt. Fantastische Elektronik trifft auf leichte Gitarren, Klangfl\u00e4chen werden von an den Punk der ganz sp\u00e4ten 70er erinnernden Gesang kommentiert, man h\u00f6rt im Kreis, gibt das Suchen nach konventionellen Songstrukturen bald auf und l\u00e4sst sich fallen. Denn das ist das Beste, was man mit &#8220;Phase IV&#8221; machen kann: es einfach geschehen lassen. Wo andere Musik den H\u00f6rer zur Partizipation dr\u00e4ngt, \u00fcbernimmt und \u00fcberlagert das neue Album von PHAL:ANGST den\/die H\u00f6rerIn.<\/p>\n<p>F\u00fcnf St\u00fccke plus zwei Remixes (&#8220;Despair II&#8221; remixed von D\u00c4LEKs Will Brooks und &#8220;The Books&#8221;, bearbeitet von Just Broadrick) breiten sich elegant auf mehr als einer Stunde aus. Musik, die ich einst in den fr\u00fchen 90ern von einem mir lieben Freund kennengelernt habe, kommt mit &#8220;Phase IV&#8221; wieder zur\u00fcck in mein Leben. Das ist Musik, die nach innen kehrt, die den Blick in die Ferne schweifen und den Fokus verlieren l\u00e4sst, Musik, die dich begleitet. Das Spannende ist, dass ich bisweilen die Musik nicht mehr aktiv h\u00f6re und erlebe, sondern mich einfach darauf treiben lassen kann. Ich wei\u00df nicht, in welchem Lied ich mich befinde, ich wei\u00df nicht, ob ich ein Lied schon zum wiederholten Male h\u00f6re. Das ist Musik, die ganz alleine mir geh\u00f6rt, in genau diesem einen Moment. Musik, erschaffen von mir Fremden, die ganz allein meine Musik ist.<\/p>\n<p>Das ist Musik f\u00fcr ein Konzert in einem Gew\u00f6lbe, Musik f\u00fcr Kopfh\u00f6rer, Musik f\u00fcr die Dunkelheit. Aber, und m\u00f6glicherweise sind das die von der Band gemeinten &#8220;sonnigen Momente&#8221;, ist die Musik keine destruktive. Ich als H\u00f6rer werde nicht zur\u00fcckgelassen, alleine gelassen. Ich werde mitgenommen, begleitet, mit eingebunden.<\/p>\n<p>PHAL:ANGSTs viertes Album &#8220;Phase IV&#8221; re\u00fcssiert durchgehend, die Remixes geben dem eigenen Ansatz noch einen kleinen, neuen Spin und passen gut als Schluss-Doppel.<\/p>\n<p>Das Album funktioniert, aber es funktioniert nicht immer. Ein Album f\u00fcr besondere Momente.<\/p>\n<p>&#8220;Phase IV\u201c wird am 29.9.2018 im Wiener RHIZ gemeinsam mit\u00a0 EKLEXTASY bei freiem Eintritt pr\u00e4sentiert. Es gibt also keine Ausreden, dort nicht zum gemeinsamen Sinnieren aufzuschlagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PHAL:ANGST sind nach dem \u00e4u\u00dferst gut aufgenommenem &#8220;Black Country&#8221; zur\u00fcck mit ihrem vierten Album, praktischerweise &#8220;Phase IV&#8221; betitelt.<\/p>\n<p>&#8220;Industrial \/ EBM \/ Synth-Wave Freunde verwirrt die analoge Gitarre, Post-Rock Anh\u00e4nger suchen das Schlagzeug.&#8221;<\/p>\n<p>Ich bin der festen \u00dcberzeugung, dass PHAL:ANGST sich bei weitem nicht so sehr zwischen diverse St\u00fchle setzen, wie sie es meinen. Die Band, jetzt neu mit DJ LADY M \/ THE BASSENGER am Bass, zaubert wieder Soundlandschaften hervor, wie es in \u00d6sterreich kaum jemand zu erschaffen imstande ist. Nat\u00fcrlich gibt es Einfl\u00fcsse, der Metaller in mir h\u00f6rt immer wieder &#8220;Space Dye Vest&#8221; (grenzgeniale Ballade von DREAM THEATER, Anm. d. 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